Am 14. April 2010 brach der isländische Vulkan Eyjafjallajökull zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten aus, nachdem er knapp 200 Jahre lang inaktiv war. Der zweite Ausbruch verursachte eine Aschefahne, die hoch in die Stratosphäre geschleudert und vom Wind nach Nord- und Westeuropa transportiert wurde. Plötzlich traf eine Katastrophe Europa und der gesamte Flugverkehr wurde komplett eingestellt. Der Himmel war frei von Flugzeugen, die sich davor hüten, durch die hochgelegene Wolke des sehr korrosiven Staubes des Vulkans zu fliegen, der empfindliche Triebwerke beschädigen könnte. Die Folge: Tausende von Passagieren sind rund um den Globus gestrandet. Ohne Flugzeuge hätte kaum jemand von dem Ausbruch gehört, aber jetzt war es die Schlagzeile weltweit.

Aber es gibt noch einen weiteren historischen Grund, warum der Ausbruch und die Unterbrechung des Flugverkehrs zu einer wichtigen Nachricht geworden sind: Vulkanaschewolken haben Europa nicht so unmittelbar in lebendiger Erinnerung beeinflusst und für die meisten Menschen ist dies ein außergewöhnliches Ereignis. Doch der Blick auf die historischen Rekorde der Vulkanausbrüche hat Europa und andere Teile der Welt in erheblichem Maße beeinflusst und manchmal sogar den Lauf der Geschichte verändert. Betrachten wir eine kleine Auswahl dieser Ereignisse beginnend mit der Antike.

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In der Antike gibt es zwei Vulkanausbrüche in Europa, die besonders auffallen. Der erste ist der bronzezeitliche Ausbruch der Thera im östlichen Mittelmeer und der zweite der Ausbruch des Vesuvs und die Zerstörung von Pompeji.

  • Volcanic Explosivity Index (VEI)

Zum Vergleich von Vulkanausbrüchen haben Geologen den Volcanic Explosivity Index (VEI) entwickelt. Dies ist eine logarithmische Skala ähnlich der Richterskala für Erdbebengrößen. Die VEI ist eine Skala von 0 bis 8, wobei Null eine nicht-explosive Eruption und acht eine megakolossale Eruption ist. Jedes Intervall auf der Skala stellt eine Verzehnfachung der Eruptionsschwere dar. Die Skala basiert auf einer Kombination aus dem Volumen des bei der Eruption ausgeworfenen Materials und der Höhe der Aschesäule.