Der traditionelle Abbau von Edelmetallen in Minen ist mit hohem Aufwand verbunden. Nun gelang es einem Forscherteam der US-Universität Notre Dame, eine neue Methode zur kostengünstigen und sicheren Gewinnung von Edelmetallen zu entwickeln und in der Praxis zu testen. Die Wissenschaftler haben hierzu eine neue Klasse von Molekülen geschaffen. Mit diesen Molekülen kann der Prozess zur Gewinnung von Edelmetallen wie Gold, Platin und Palladium vereinfacht werden. Eine von der National Science Foundation finanzierte Studie, die im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht wurde, unterstrich, wie die Form und Größe der neuen Moleküle es ihnen ermöglichen, die Edelmetallionen einzufangen. Die Studie stellte fest, dass die “einzigartige” molekulare Erkennungseigenschaft für den Einsatz im Goldbergbau geeignet ist.

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Die neu entwickelten Moleküle haben die Fähigkeit, die Notwendigkeit des Wasserstrippens zu eliminieren und das Lösungsmittelrecycling in diesem alternativen Abbauprozess zu erleichtern. Während der Studie wurde festgestellt, dass das neue Verfahren das goldhaltige Erz in Chloressigsäure umwandelt und mit einem industriellen Lösungsmittel extrahiert. Die Forschung hat auch gezeigt, dass die Behältermoleküle die Fähigkeit aufweisen, das Gold selektiv vom Lösungsmittel zu trennen, ohne dabei das vorhandene Wasser zunächst zu entfernen.

Heute basiert der größte Teil des weltweiten Goldabbaus auf einer 125 Jahre alten Methode. Bei diesem traditionellen Goldabbau wird das goldhaltige Erz mit großen Mengen an giftigem Natriumcyanid behandelt. Dies ist nicht nur für die Minenarbeiter äußerst gefährlich, sondern kann auch massive Umweltprobleme verursachen, wie aus zahlreichen Regionen weltweit bekannt ist.

Die neuen Behältermoleküle, die das Forscherteam entwickelt hat, sollen sehr nützlich für die Goldgewinnung sein, da sie in einem alternativen Verfahren unter milderen Bedingungen eingesetzt werden können. Die neu entwickelten Moleküle haben die Fähigkeit, dieses vorherige Verfahren zu eliminieren und das Lösungsmittelrecycling in diesem alternativen Abbauprozess zu erleichtern.

Die Forscher gaben an, dass die Containermoleküle auch in Prozessen eingesetzt werden können, die Edelmetalle aus städtischen Abwasserströmen zu entfernen.