Image result for Chinas Contemporary Amperex TechnologyChinas Contemporary Amperex Technology (CATL) soll bereit sein, mit dem Bau einer Batteriefabrik in Deutschland zu beginnen und eine Flagge auf dem Gelände der Autogiganten BMW, Volkswagen und Daimler AG als Teil eines Plans zur Ansiedlung in der Nähe der meisten europäischen Automobilhersteller zu platzieren.

Anlage voraussichtlich im Bundesland Thüringen

Laut anonymen Quellen, die von Reuters zitiert werden, findet am 9. Juli in Berlin eine offizielle Unterzeichnungszeremonie mit Chinas Premierminister Li Keqiang statt. Der Standort der Fabrik soll Thüringen in Ost-Mitteldeutschland sein, wie das Wirtschaftsministerium Journalisten am Freitag mitteilte, als es bekannt gab, dass es mit dem asiatischen Unternehmen darüber verhandelt habe.

CATL, Chinas führender Hersteller von Batteriezellen für Elektrofahrzeuge (EVs), verkaufte Anfang dieses Monats 10% seiner Aktien im Rahmen eines Börsengangs zur Finanzierung der Expansion über sein Heimatland hinaus. Der erfolgreiche Börsengang, so Bloomberg, habe dem Unternehmen einen Marktwert von rund 13,5 Milliarden Dollar beschert und den Nettowert des Aktionärs Pei Zhenhua laut Billionaires Index über die Marke von 1 Milliarde Dollar gedrückt.

BMW, das bis 2025 25 elektrifizierte Fahrzeuge anbieten will, hat CATL bereits einen Auftrag im Wert von etwas mehr als einer Milliarde Euro (1,16 Milliarden Dollar) erteilt und andere Automobilhersteller, darunter Daimler, sollen mit dem Unternehmen über einen möglichen Liefervertrag in Europa sprechen.

Ein Batteriewerk in Deutschland könnte dazu beitragen, die zu erwartenden negativen Auswirkungen auf die Automobilindustrie abzumildern, wie die IG Metall Anfang Juni betonte. Die zunehmende Akzeptanz von 25.000 Arbeitsplätzen bis 2030 ist wahrscheinlich, obwohl weitere 75.000 Arbeitsplätze im Motoren- und Getriebebau verschwinden werden, wie die Studie zeigt.

Für die Produktion bleibt abzuwarten, wie der Transport der Rohstoffe in das neue Werk erfolgen wird. Umweltschützer befürchten, dass die zur Produktion der Batterien notwendigen Erden nicht umweltschonend abgebaut und transportiert werden. Zugleich befürworten die Verbände jedoch die Entscheidung, da sie hilft, langfristig schädliche Emissionen zu vermeiden.